Durchfallerkrankung

Der medizinische Name für Durchfall lautet Diarrhö. Es handelt sich um eine Infektionserkrankung, die weltweit am häufigsten auftritt. Von einem Durchfall spricht man bei einer Abgabe von unformbarem, teigigem oder flüssigem Stuhlgang. Die Ursache können Vergiftungen durch die Aufnahme unsauberer oder verkeimter Nahrung, Infektionen und sogar Tumore sein. Auch Darmkrebs kann sich mittels Durchfall äußern. Es handelt sich um eine Schutzreaktion des Körpers, der sich dadurch schnellstmöglich von den Giftstoffen befreien und diese so aus dem Körper schwemmen will.

Nicht jeder Durchfall gibt Anlass zur Sorge, erst wenn mindestens dreimal täglich flüssiger Stuhlgang zu verzeichnen ist, spricht man von einer Durchfallerkrankung. Dabei verliert der Körper sehr viel Flüssigkeit und somit auch Mineralien und Vitamine, sowie alles, was in der Körperflüssigkeit gebunden ist, so dass es nach gewisser Zeit zu Mangelerscheinungen bis hin zum Austrocknen (dehydrieren) des Körpers kommen kann. Sehr oft kündigt sich ein Durchfall durch recht schmerzhafte Darmkrämpfe an. Eine “normale” Durchfallerkrankung geht in der Regel innerhalb weniger Tage von alleine zu Ende. Hält die Erkrankung länger als 10 Tage an, sollte man unbedingt den Arzt konsultieren. Anders bei Babys oder Kleinkindern. Da diese kleinen Körper sehr schnell austrocknen können, ist hier der schnelle Arztbesuch unbedingt angeraten.

Was sind die Ursachen für eine Durchfallerkrankung?
In den meisten Fällen wird der Durchfall durch Infektionen im Darm ausgelöst, welche durch Bakterien oder Viren, die wir mit der Nahrung zu uns nehmen, verursacht werden. Eine sehr bekannte Ursache ist z.B. die Verunreinigung der Nahrung durch Salmonellen. Sie kann auch durch schlecht gewordenen Lebensmittel entstehen, die in ihrem Fäulnisprozess Bakterien entwickeln können, die im menschlichen Darm eine Infektion auslösen. In vielen Ländern ist die Diarrhö auch sehr weit verbreitet durch eine schlechte Wasserversorgung, bzw. durch eine mangelhafte Aufbereitung des Trinkwassers. Daher sollte der Urlauber auch sehr vorsichtig mit Lebensmitteln sein, bei deren Herstellung Wasser zum Einsatz kommt, wie z.B. Speiseeis, oder auch mit den Eiswürfeln in den Getränken. Auf jeden Fall kann man generell behaupten, dass beim Gros der Erkrankungen mangelnde Hygiene im Spiel war.
Abgesehen davon können auch Tumore im Darm auslösend sein.

Weitere, Durchfall fördernde Mittel können sein:

  • Darmerkrankungen
  • Einnahme von Abführmitteln
  • Alkohol in größeren Mengen
  • Allergien gegen bestimmte Nahrungsmittel
  • Nebenwirkungen von Medikamenten
  • Angst und Stress
  • das Süßen mit verschiedenen Zuckerersatzstoffen
  • und natürlich auch Vergiftungen

Welche Symptome zeigen sich bei einer Durchfallerkrankung?
Die Symptome bei einer Durchfallerkrankung sind eigentlich relativ klar. Da ist erst einmal sehr dünner bis wässriger Stuhl, mindestens drei mal täglich. Als Begleiterscheinungen treten oftmals Übelkeit und Erbrechen, in Verbindung mit fehlendem Appetit, auf. In der Regel wird ein Durchfall auch von mehr oder minder schmerzhaften Darmkrämpfen begleitet, die unmittelbar nach dem Besuch der Toilette wieder nachlassen.

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?
Eigentlich gehen Durchfälle nach kurzer Zeit von alleine wieder zurück. Der Betroffene muss lediglich auf eine ausreichende Zufuhr von Flüssigkeit, Mineralien und Elektrolyten achten. Da schon die normale Flüssigkeitszufuhr bei einem gesunden Menschen 1-1,5 Liter pro Tag betragen soll, müssen während eines Durchfalls mindestens 2 Liter getrunken werden (Wasser oder ungesüßter Tee). Die Getränke sollten dann mit Mineralstoffen aus der Apotheke angereichert sein. Zudem gibt es heute auch sehr wirksame Medikamente gegen Durchfallerkrankungen. Der Apotheker kann dazu ausreichend beraten.

Bei hartnäckigen Durchfällen muss der Arzt die Ursache herausfinden und eine dementsprechende Behandlung durchführen. Bei einer bakteriellen Infektion kann z.B. die Gabe von Antibiotika sehr sinnvoll sein. Auch die sekundären Symptome wie Übelkeit und Darmkrämpfe können sehr gut mit Medikamenten bekämpft werden.

Ist der Durchfall allerdings durch den Kontakt mit giftigen Stoffen hervorgerufen worden, kann eine stationäre Entgiftung im Krankenhaus unumgänglich, ja sogar lebensnotwendig sein.

Wie kann man dem Durchfall vorbeugen?
Als Punkt eins der Vorbeugemaßnahmen muss hier unbedingt die Hygiene genannt werden. Also z.B. nach jedem Toilettenbesuch, auch zu Hause, immer die Hände mit Seife waschen, um die weitere Verbreitung von Fäkalbakterien zu verhindern. Hatte man die Wohnung verlassen, auf jeden Fall nach dem heimkommen die Hände waschen, da über die Hände die meisten Bakterien und Viren übertragen werden.

Fleisch stets gut durchgebraten verzehren und auf weiche Eier verzichten, um so die Salmonellengefahr zu minimieren. In Ländern mit erwiesenem hohen Risiko für Durchfallerkrankungen nur abgekochtes Wasser verwenden, sei es zum Kochen, Kaffee kochen, Zähne putzen oder Eiswürfel zubereiten. Alternativ kann gekauftes Mineralwasser benutzt werden. In Gaststätten im Zweifel auf die Eiswürfel in den Getränken verzichten.

Gegen manche Durchfallerkrankungen sind auch vorbeugende Impfungen möglich. Bitte vor einer Reise in gefährdete Länder Rücksprache mit dem Hausarzt halten.

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